Ozaki Beach – Tokomasu Minshuku

Der heutige Tag begann gleich wieder mit einem Highlight. Die Japaner waren ja dafür bekannt, alles in klein bzw. sehr klein herzustellen. Aber sowas habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.

Zähneputzen mag ja an der Stelle gehen. Aber beim Waschen muss man ganz schön aufpassen, dass man nichts im Umfeld des Waschbeckens nass macht.

Danach kurzes Frühstück. Wie immer, wenn Selbstversorgung, 1 Flasche Milchkaffee (Den kann man wirklich empfehlen!) und ein paar Brioche oder Ähnliches.

Asama-ya

Dann Abschied von der kalten Unterkunft und los zur Station, wo das DMV (Dual Mode Vehicle) losfahren sollte. Das hatte es auch getan, nur leider ohne mich!

Nun ja, es sollte halt nicht sein! Sicherlich sitzt man darin auch nur wie in einem Bus.

Dann eben los per Beine! Heute wird es nicht schön. Ich meine nicht das Wetter! Das ist fabelhaft, so dass ich beizeiten meine Jacke sogar ausziehen kann! Nein, heute soll es 35 Kilometer am Straßenrand, der am Meer entlang führte, gehen.

Nach etwa 8 Kilometern kam ich an ein Hotel mit einem daneben befindlichen Onsen, welches durch eine heiße Quelle versorgt wird. Hier machte ich zum ersten Mal Rast. Irgendeine innere Stimme sagte mir: hier gibt’s bestimmt einen Geocache. Und tatsächlich, den gab es und ich habe ihn sogar gefunden!

Logbuch

Wenn man auf das Datum schaut, sieht man, richtig viele Cacher scheint es hier nicht zu geben.

Ich will mal nicht so viel nörgeln. Schöne Ausblicke gab es einige.

An manchen der Stränden tummelten sich sogar Surfer. Aber dass einer so richtig eine Welle geritten hat, habe ich nicht gesehen.

Dafür aber habe ich das erste Mal eine wunderschön blühende Magnolie gesehen. Es wird Frühling auf Shikoku.

Und dann ging es immer weiter. Auf einer Strecke von 10 Kilometern nicht mal ein Getränkeautomat. Das ist ja fast wie in der Wüste. Gut, wenn man da seinen Rucksack ordentlich gepackt und Esserei und Trinkerei dabei hat. Einen Rastplatz für Wanderer gab es ja zwischendurch. Manchmal trifft man auch jemanden und kommt ein wenig ins „Gespräch“. Nun ja, das klappt aber nur, wenn die Übersetzerapp auf dem Handy auch mitspielt.

Tsunami war und ist hier immer noch ein Thema. Oft sieht man am Straßenrand Schilder mit der Aufschrift „Erwartetes Tsunamigebiet“ und hinweisschilder in welche Richtung man sich im Falle eines Falles hinzubegeben hat. Das beeindruckt einen doch schon ein bisschen, denn die Wellen, die ich sehe, sind schon so ganz schön riesig. Man hört sogar, wie riesig große Steine im Wasser rollen.

Halb 2 Uhr habe ich dann endlich wieder eine Ortschaft erreicht. Der Mittagshunger ist riesig und ich leiste mir das erste Mal Sushi. Das wird dann gleich noch vor dem Supermarkt verspeist. Ich habe zwar nur noch eine halbe Stunde zu laufen, aber der Hunger ist zu groß. Oder war’s der Appetit?

Das ist nun meine Unterkunft für heute Nacht. Mit Blick aufs Meer! Und Bad! Und Frühstück und Abendessen! Und nicht viel teurer als die vorherige Unterkunft! Ja, das Leben kann so schön sein!

Hinterlasse einen Kommentar