Auch heute geht der Tag wieder mit prächtigsten Wanderwetter los. Okay, 4 Grad ist ein wenig frisch, aber man will ja nicht nörgeln. Und dann hat einen die Uferstraße wieder. Es ist übrigens die Route 55. Ob das auch so ein Klassiker ist, wie die Route 66? Man weiß es nicht!
Aber wie die Wäsche aufgehängt wird, weiß ich jetzt! Gestänge wie im Kaufhaus. Nur größer und stabiler und natürlich aus Edelstahl. Ob die wirklich so viel aushalten müssen?

Ich habe ja oben schon was von Amerika geschrieben und der Vergleich geht weiter. Ich glaube, die Japaner sind auch ganz große Zocker.


Da waren einige Spielcasinos am Straßenrand und es standen jede Menge Autos davor.
Apropos Straßenrand, da gibt es immer was zu sehen.


Es wird durchaus an die Pilger gedacht! Es gibt insgesamt recht viele öffentliche und kostenlose Toiletten hier. Und vor allem sind die richtig sauber! Auf vielen Toiletten an unseren Autobahnen möchte man ja am liebsten umdrehen!
Nun lassen wir aber mal das unappetitliche Thema. Es gibt auch was für den guten Appetit, an dem ich heute vorbei kam.


Schade! Leider kein Werksverkauf! Ich hätte gerade heute gern mal probiert!
Ja, und dann stand da noch ein kleiner Shinto-Schrein am Strand.

Das ist schon ein bisschen wie Kitschpostkarte. Wobei, die Wolke ist nicht an der richtigen Stelle!
Ich war heute ziemlich schnell unterwegs und schon 12.30 Uhr an der Unterkunft. Damit war aber das Tagespensum noch nicht erreicht, denn von da aus waren es nochmal 4 Kilometer bis zur Stempelstelle und das Ganze natürlich auch wieder zurück. 430 Meter den Berg hinauf und das nach 28 Kilometern.
Eigentlich wollte ich meinen Rucksack im Minshuku stehen lassen und mit kleinem Gepäck los, aber leider war niemand da. Einfach dort stehen lassen, hielt ich auch nicht für eine gute Idee. Also mit voller Montur rauf auf den Berg! Fragt nicht, wie ich geschnauft habe! Anfangs bin ich noch dem Trail gefolgt. Das habe ich aber dann sein lassen. Das war schon echt Hardcore! Da bin ich lieber der Fahrstraße gefolgt und habe den vorbeifahrenden Leute zugewinkt. Naja, eigentlich haben diese gewunken und ich habe mühselig gelächelt. Die letzten 1,4 Kilometer waren die Schlimmsten. Da habe ich bestimmt 10mal Pause machen müssen. Oben angekommen, fühlte ich mich ein bisschen wie der Held. Nur schade, dass es gerade da mal keinen Getränkeautomaten gab.







Ansonsten war es hier wieder sehr ruhig und entspannt. Die Busse mit den Reisegruppen, die mich bergauf überholt hatten, waren schon wieder abgefahren.
Der Tempel selbst ist in den Berg hinein gebaut worden. Damit ist alles recht klein und dicht beieinander.
Kurze Episode am Rande. Der Begründer des Mitsubishi-Konzerns stammt hier aus dem Nachbarort und seine Mutter soll wohl mehrere Tausend Mal hier hinauf gepilgert sein, damit das Geschäft ihres Sohnes auch läuft. Scheint ja geklappt zu haben.
Als ich von meiner Bergtour zurück kam, war auch in der Herberge jemand da, der mich in Empfang nahm. Das Bad war auch frei und ich habe es auch gleich okkupiert. Die Wassertemperatur war aber ausgesprochen warm. Als ich das Bad verließ, sah ich, dass 48 Grad eingestellt waren. Nun, es soll niemand frieren!