Heute war ich faul. Es hat schon am frühen Morgen angefangen zu regnen und die Wettervorhersage wusste keine Besserung zu berichten. Ich wollte sowieso mal einen Tag Pause machen. Aber ich hab es mir überlegt, wie ich Pause machen und im Zeitplan bleiben kann.
Man nehme den Bus! Da wird man nicht nass, muss sich nicht anstrengen und ist schnell am Ziel. Gute Idee, oder?



So sieht nun also der Fahrschein und die sich verändernde Preistafel aus. Ihr seht, ich war der einzige Gast im Bus. Wer ist auch früh um 8 Uhr unterwegs?


Weit und breit kein Mensch zu sehen! Ob die Leute schon viel früher mit dem Auto in eine größere Stadt auf Arbeit gefahren sind? Oder wohnen hier auch nur noch alte Leute? Kanji-san erzählte mir auch von der Landflucht.
Ich habe den Bus zwei Stationen vor dem Kap verlassen und bin ein Stück gelaufen.

Es war ein bisschen wie im Märchenwald, aber da gibt es bekanntlich keine geteerten Straßen. Dafür gibt es im Wald seltsame Gewächse.

Oder ist das eine besondere Form einer LED-Leuchte? Die Asiaten bauen ja alles Mögliche an Verrücktheiten. War ein Gag! Google meint, das wäre eine Form einer Kobralilie. Sieht auf jeden Fall sehr stylisch aus.
Naja, und dann kam der Tempel.


















Ein tolles Teil! Ihr seht es ja an der Anzahl der Bilder, die ich einfach machen musste! Die Schildkröte soll Glück bringen, wenn man ihr über den Kopf streicht. Kein Wunder also, dass er so geglänzt hat. Auch hier waren sicherlich witterungsbedingt kaum Leute da, wobei alle anderen Besucher mit dem eigenen Wagen vorfuhren.
Da der Regen nachgelassen hatte, bin ich noch ein wenig durch den Wald spaziert, habe Geocaches gesucht und gefunden und habe mir das größte natürliche Granitfelsentor Japans angeschaut.

Ich wollte noch ein Stück den Strand entlang laufen, als im Himmel wieder die Schleusen aufgemacht wurden und ich schleunigst die 30 Meter hohe Treppe hinauf geflitzt bin, um ins Trockene zu kommen. Vom eigentlichen Kap habe ich nichts sehen können. Alles zugewachsen. Fotos vom Kap gibt es auch nur vom Meer aus.
Oben angekommen, habe ich auf den Bus gewartet, der mich zurück in den Nachbarort meiner Unterkunft brachte, wo ich noch ein wenig Esserei einkaufen wollte, weil unterwegs gibt’s morgen nichts.