Letzte Nacht habe ich gegen 4 Uhr in meinem Zimmer die Heizung angemacht. Trotz dicker Decke war mir kalt. Heute Morgen wusste ich warum. Draußen war alles weiß! Kein Schnee, nur dicker Reif. Der Wetterbericht hatte leider mal wieder Recht behalten. Er hatte Temperaturen von -2 Grad in der Nacht vorausgesagt. Tja, und die Wände der Häuser hier sind verdammt dünn. Da wird nichts isoliert. Da würde jedes Haus bei einem Wärmegutachten durchfallen. Geheizt wird hier prinzipiell mit Strom. Ich glaube, die Gefahr, dass ein Haus abbrennt (besteht ja meist nur aus dünnem Holz und Pappe) wäre bei einer Öl-, Gas- oder gar Kohleheizung zu groß.
Halb 7 Uhr gab es wie fast überall Frühstück und danach ging es auch gleich los. Heute war der Abschied schon ein wenig traurig. Die Gastgeber waren sooo lieb, die Unterkunft sooo schön, das Essen sooo gut und mehr als reichlich und außerdem hatten wir ganz viel Spaß miteinander. Zum Abschied musste mir die Chefin doch noch den Bart kraulen und ihr Mann hat das fotografiert. Hoffentlich kommt das Bild nicht ins Internet!

Sieht das nicht gut aus? Und es hat auch richtig gut geschmeckt!
Und dann ging es wirklich los. Heute war ich froh, dass ich meine Daunenjacke mit dabei habe und habe sie auch gleich zum Start angezogen.

Überall, wo stehendes Wasser war – sei es in der Vogeltränke oder auf dem Reisfeld – hatte das Wasser eine Haut bekommen. Als die Sonne dann aber höher kam, wurde es natürlich auch wärmer, wobei es im Schatten immer noch recht frisch war.
Nach einer guten halben Stunde wurde es mir in der Daunenjacke dann doch zu warm und ich zog sie aus.


Und so ging es, wie gewöhnlich, den Weg dahin, bis ich an ein besonderes Schild kam.

Dieser Wegweiser führt zu einer Raststelle für Pilger mit Aussicht auf eine Talsperre und der Möglichkeit, auch darüber laufen zu können. Also nichts wie hin! Nach zwei Stunden Laufen, kann man schon einmal eine Rast machen!



Dann führte der Weg fernab der Hauptstraße durch ein schönes Tal. Schon von weitem sah ich etwas rot leuchten. Keine Ampel! Was mögen das für Blüten sein?

Aber weit gefehlt! Das sind einfach nur die jungen Blätter einer Hecke. Seltsam, aber schön!
Dann ging’s wieder weiter an der Straße mit zeitweisem Fliehen in Nebenstraßen, in Richtung Tempel 39.





Schön, aber nicht unbedingt umwerfend schön! Vielleicht bin ich auch schon ein bisschen verwöhnt?
Nachdem ich meinen Stempel abgeholt hatte, hatte ich die Wahl. Entweder direkt zurück an die Straße, oder einen kleinen Umweg durch den Wald und über einen Berg. Ich habe mich für Zweites entschieden.

Das ist schon ein wenig faszinierend, so durch den Bambus zu laufen. Laute Vogelstimmen ohne Ende, aber keiner zu sehen.

Dafür sah ich kurz danach dieses schöne Schild. Da lang geht’s zum Kindergarten. Hat mir gut gefallen!

Nach weiteren 20 Minuten, nun schon durch die Stadt, habe ich mein heutiges Ziel erreicht.
Da ich wieder ziemlich zeitig ankam, bin ich noch ein wenig durch den Ort spaziert.



Schön ist anders, aber ich bin ja auch woanders!

Und da ich kein Mittagessen hatte, habe ich mir heute ein Stück Torte (sehr chemisch) und eine Tasse Kaffee geleistet.