Takamatsu City

Endlich mal wieder in einem richtigen Bett geschlafen! Dadurch kam ich heute auch etwas später aus selbigem heraus. Das war aber nicht schlimm, denn heute hatte ich nur eine ganz kurze Strecke bis zur nächsten Unterkunft. Und auch diese wurde noch kürzer, da ich vom Zimmervermieter gleich mit dem Auto bis Takamatsu Station gefahren wurde. Es hat mal wieder richtig tolle geregnet und er fragte mich, was mein Ziel sei. Bei dem Wetter? Da bist du doch in 3 Minuten nass bis auf die Knochen! Los steig ein! Ich fahre dich! Da geht der Tag gleich mit Osettai los, denn Geld wollte er absolut nicht nehmen.

Ich habe erst einmal im Bahnhof Frühstück gemacht und ein wenig die Zeit verplempert. In der Unterkunft, die vom Bahnhof in 8 Minuten Entfernung liegt, brauche ich früh um 9 Uhr noch nicht auftauchen.

Der Regen wurde etwas weniger. Also Busfahrplan studiert und zum Tempel 83 gefahren. Eigentlich hatte ich das für den Nachmittag geplant, aber warum nicht jetzt? Der Tempel liegt in etwa 15 Kilometern Entfernung fast am Stadtrand. Von der letzten Bushaltestelle aus waren es noch mal 12 Minuten zu laufen.

Aber wo mich Google Maps diesmal langführte?!? Das waren üble Schleichwege! Und immer zwischen Kanälen hindurch! Ich kam mir vor, als wäre ich in Venedig. Und als ich an der Stelle ankam, an der der Tempel sein sollte, war da ein Reisfeld, bzw. eines werden soll. Ooops!

Glücklicherweise wird ja beim Betreten des Tempels die große Glocke geschlagen, so dass ich diesem Geräusch nachgehen konnte. Und bis dahin waren es etwa 500 Meter. Google weiß doch noch nicht alles!

Und wie war er? Wieder klein und fein!

Auffällig war, dass die Gaben sehr auf Kinder ausgerichtet waren. Viele Spielsachen, Windmühlen und die beschriebenen Holzbrettchen waren mit Kindern oder Mutter mit Kind bemalt.

Außerdem konnte man im Tempelladen kleine Papierschirmchen erwerben, die man dann in den Kirschbaum hängen konnte.

Hier im Tempel traf ich auch ein Ehepaar aus Dänemark wieder, welches ich schon einige Male getroffen hatte. Aber heute hatten wir richtig Zeit und haben uns sehr ausführlich unterhalten. Als sie mitbekamen, dass ich aus dem Osten Deutschlands komme, waren sie mehr als neugierig und fragten und fragten und fragten.

Zurück zum Bahnhof ging’s wieder mit dem Bus, der jetzt, obwohl er dieselbe Strecke fuhr, etwas teurer war. Komisch.

Dann beim japanischen Italiener eingekehrt und Mittag gegessen. Danach ging es ins Hostel, wo ein Zettel lag, in welchem Zimmer ich übernachten soll. Kein Mensch weit und breit, den man vielleicht mal etwas fragen könnte. Abrechnung macht Booking.com.

Insgesamt macht das Hostel einen etwas heruntergekommenen Eindruck ist aber dennoch, oder gerade deshalb gemütlich. Nur leider hat die kleine Kneipe im Erdgeschoss wegen Umbauarbeiten geschlossen. Da muss ich mir fürs Abendessen etwas suchen. Vielleicht ist es auch gut, dass sie geschlossen hat? Somit ist es abends auch nicht lange laut.

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