Auf geht’s zum Endspurt. Das Wetter passt. Der Magen ist leer. Hin zu Lawson und Frühstück gemacht, denn in meiner letzten Unterkunft, die übrigens wieder sehr schön war, gab es weder Abendessen noch Frühstück. So richtig gemütlich ist es dort bei Lawsons in Shido nicht. Nur Stehtische. Bänke gibt es auch außerhalb des Ladens nicht. Also Stehbankett. Der Kaffee war wieder super, aber ich mag bald keine Sandwiches mehr sehen.

Nicht allzuweit entfernt Tempel 87. Leider kein besonderes Schmuckstück. Große, leerer Parkplatz und direkt daran angrenzend die Tempelgebäude. Auch der diensthabende Stempelmönch überschlug sich nicht gerade an Freundlichkeit. Vielleicht war es einfach noch zu früh am Morgen?
Dann gehe ich zur Bushaltestelle und wen treffe ich da? Wieder das dänische Ehepaar und die amerikanische Chinesin! Große Freude auf allen Seiten! Der Bus fährt los und ich bin auf der Zielgeraden. 22 Kilometer immer nur bergauf und hinauf auf 900 Meter. Das will ich mir nicht antun, zumal es meiner Hüfte wieder etwas besser geht. Im Bus erzählt mir die Amerikanerin, dass sie im nächsten Jahr den Olavsweg in Norwegen gehen will, weil ich so davon geschwärmt habe. Hi-hi! Auf meinen Hinweis hin, dass es dort gern auch mal regnet, bekam ich zur Antwort, dass sie aus Seattle sei und da wäre Regen etwas fast Alltägliches.
Die Dänen steigen unterwegs am Henro Museum aus mit großem Winkewinke! Von hier aus sind es immer noch 17 Kilometer bis zum letzten Tempel. Und ich kann euch sagen, es war gut, dass ich den Bus genommen habe! Selbst die sonst eher seichtere Fahrbahn ging ganz schön steil bergan. Da ist der Wanderweg noch steiler!
Oben angekommen, dann das Finale.




Nochmals ein sehr schöner Tempel, nur schade, dass man an die dazugehörige Pagode nicht mal fotografisch rankommt. Dann die letzten Stempel abgeholt und mein Zertifikat erworben. Dafür musste ich meinen Namen aufschreiben und da die Dame damit nicht klarkam auch noch laut und deutlich ansagen. Dann übertrug sie das Gehörte ins Japanische und schrieb die Urkunde. Dazu gab es noch eine Pappkapsel, so dass ich sie unbeschadet nach Hause bringen kann.
Dann wieder große Verabschiedung. Das Mädel startet von hier aus ins nächste Tal zum Tempel 7, an dem ich an meinem zweiten Tag auf dem Henro war. Von dort aus geht sie zurück zum Tempel 1, schließt somit den Kreis, bevor sie hinein nach Tokushima fährt.
Ich nehme den nächsten Bus zurück in Richtung Shido (Da , wo es steil hinauf geht, geht es auch steil runter!) und steige nun auch am Henro Museum aus. Das hat mich dann doch interessiert, was es da zu sehen gibt.
Dort erst mal ganz netter Empfang mit Tee und Keksen und einer Urkunde!

Nun bin ich schon wieder Botschafter einer Region bzw. des Henro-Gedankens.
So wirklich viel zu bieten hat das Museum aber nicht. Vielleicht erschloss sich mir auch nicht alles, da es keine Beschriftung in Englisch gab.




Allerdings hat mich das rote Buch schon beeindruckt. Es stammt von einem Herren, der den Weg 300 mal gegangen ist und die Seiten immer wieder hat abstempeln lassen. Auch unterwegs hatte ich mal einen Herren im Office vor mir, dessen Buch fast genauso aussah.
Von hier aus sind es noch gut 5 Kilometer, die ich dann wieder zu Fuß zurücklege. Leckeres Mittagessen gegen 14 Uhr und das war’s!
Morgen fahre ich zurück nach Takamatsu und verbringe dort zwei Tage. Mal sehen, wie es dann weitergeht?!?
Herzlichen Glückwunsch 🎉
und nun noch: komm heil wieder heim.
Gute Rückreise!
Ich freue mich auf ein Wiedersehen.
Liebe Grüße
Sylvia
PS : was lese ich denn jetzt die nächsten Tage? 🤔
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