Uwajima

Der Tag fing schon komisch an. Da es kein richtiges Frühstück gab, hat mir die Besitzerin des Hotels, in dem ich übrigens der einzige Gast war, zwei Reisküchlein geschenkt. Allerdings seien diese etwas verbrannt. Ähhh? Naja, große Verabschiedung mit „Arigato dai mas!“ und raus aus dem Laden. Kaum vor der Tür, hat es mich fast umgehauen. Es war dermaßen warm und vor allem schwül, dass ich in der 10 Meter entfernten Bushaltestelle erst einmal anhalten musste und meine Jacke ausziehen musste. Bei der Aktion habe ich „aus Versehen“ meine Reisküchlein liegen lassen. Wie schon gesagt, Müllkörbe gibt es nicht!

Dafür gab es etwas anderes! Einen Fußgängertunnel! Der war fast 1000 Meter lang. Da drinnen konnte mir der einsetzende Sprühregen nichts anhaben.

Nach dem Verlassen des Tunnels ging es immer schön am Straßenrand der Küstenstraße entlang.

Ihr seht es, das Wetter ist kein schönes. Nach 15 Kilometern, dann die erste Rast. Family Mart lädt zum Boxenstopp ein. Kaum, dass ich in dem Laden drin war, fing es heftig an mit Regnen. Glück gehabt!

Als der Regen nachließ, ging es weiter. Nach weiteren 5 Kilometern, gleicher Laden, gleiche Kette, gleiches Wetter. Ich überprüfte im Laden den Busfahrplan und sah, dass der nächste Bus Richtung Uwajima in 7 Minuten kommen sollte.

Den wollte ich nun nehmen und mich ans Tagesziel bringen lassen. Und das war genau richtig! Es schüttete wie aus Eimern während der ganzen Fahrt. Außerdem bin ich in die Stadt hinein nur an riesigen Einkaufsmärkten vorbei gefahren. Das hätte absolut keinen Spaß gemacht.

Als ich im „Stadtzentrum“ (so ein richtiges, wie bei uns, gibt es hier nicht) nieselte es nur. Kaum im Hotel rein, schüttete es wieder. Tja, und dann wurde dort meine Reservierung nicht gefunden. Hmmm! Glücklicherweise war aber noch ein Zimmer frei und somit ist alles im Lot.

Dann am Nachmittag ließ der Regen ein wenig nach und ich bin los, mich ein wenig umzusehen.

Die Mall von Uwajima hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Fast alle Geschäfte waren geschlossen. Oder soll es daran gelegen haben, dass Samstag Nachmittag ist? Nee, so verschlossen, wie das aussah, hat das schon lange keiner mehr aufgemacht.

Ein Highlight gab es dennoch. Habe ich schon vom Bus aus gesehen.

Uwajima hat eine Burg. Besucherzahl heute gegen Null. Zum einen gibt es auch in ihr nichts zu sehen und zweitens, tja bei solch einem Mistwetter bleibt man lieber im Trockenen.

2 Kommentare zu „Uwajima

  1. Ich werde das Gefühl nicht los, dass dich eine gewisse Tristesse umgibt. 🤔😏

    Nichtsdestotrotz : deine Berichte sind spannend.
    weiter viel Glück 🍀

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    1. Ja, liebe Sylvia, schön ist anders! Ich werde von der Tour nicht so schwärmen, wie vom PCT. Aber vielleicht wird es ja noch?

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