Hojo

Auch zu diesem Ortsnamen habe ich gleich wieder eine Assoziation. Das ungarische Wort für Boot klingt fast genau so. Und das passt sogar ein wenig, denn Hojo liegt am Meer.

Bis ich aber bis hierher kam, hat es ein Stück gedauert. Bis ich aus meinem Bett im Schlafsaal kam, brauchte ich ein Weilchen. Schmerz lass nach! Das mit der Zerrung war wohl nichts, oder einfach nur der Anfang vom ganzen Theater. Es ist das Hüftgelenk, was verrückt spielt. Da es sich aber auch ein wenig wie Bandscheibenvorfall anfühlt, will ich mal lieber nichts anbrennen lassen und bin heute Morgen erst einmal ins Stadtzentrum gelaufen, um mir eine Bandage zu besorgen. Die Adresse dafür hatte mir eine Dame aus Taiwan besorgt. Das bedeutete zwar einen Umweg und Zeitverlust, aber sicher ist sicher!

Matsuyama ist schon eine Megacity. Seltsamerweise sieht man aber kaum Menschen oder Autos auf den Straßen. Aber von weitem habe ich gesehen, dass es auch hier eine Burg gibt. Die sieht aber genauso aus, wie all die anderen, die ich schon sah.

Im Geschäft in der Mall bin ich der erste Kunde, finde auch gleich, was ich suchte, schnell bezahlt und los. Es ist ja schon 9 Uhr und heute soll es wieder warm werden! Kaum, dass ich das gute Stück besitze, geht es mir besser. Ich glaube, ich hab’s auch noch am Kopf?!? Naja, der Effekt hielt nicht sehr lange an.

Das Schlimmste ist immer der Start, z.B. wenn man an einer Ampel warten muss. Wenn man dann einmal läuft, kann man es halbwegs aushalten.

So, Schluss jetzt mit der Krankengeschichte!

Der erste Tempel, den ich heute aufsuchte, war mal wieder sehr schön gelegen. Mitten im Wald.

Einfach ein bissel schön. Das entschädigt doch dafür, dass man bis hierher wieder nur durch Häuserzeilen und Straßen gezogen ist.

Zum nächsten Tempel ist es nicht aufregend weit, aber auch hier wieder an einer langgezogenen Straße entlang. Hinzu kommt, dass diese gerade frisch asphaltiert wird. Also viel warm, zumal auch noch der Planet von oben drückt und die Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch ist. Als ich im Tempel, der aber nichts Besonderes war, mich auf einer Bank ein wenig ausgeruht hatte, kam ich fast nicht hoch. Laufen war auch nicht schön!

Glücklicherweise war ein Bahnhof in der Nähe, so dass ich den Zug nehmen konnte und die letzten 15 Kilometer mit der Bahn unterwegs war.

Es ging über weite Strecken am Meer entlang. In Hojo angekommen, habe ich mich erst mal auf den Weg zum Hotel gemacht.

Dazu musste ich an einem kleinen Hafen vorbei. Hier ist es schon fast ein wenig idyllisch. Angler zeigten mir auf meine Frage hin, ihre wirklich riesigen Fische. Schade, dass ich keine Bilder gemacht habe!

Hier, vom Hafen aus, kann man auch mit einer kleinen Fähre auf eine nahe gelegene Insel fahren. Vom Ufer aus kann man schon den Spielplatz sehen. Ich hab’s mir verkniffen, dort rüber zu schippern. Ich heute einfach nur froh, wenn ich mich ausstrecken kann, zumal die letzte Nacht nicht sehr erholsam war.

Ein Kommentar zu „Hojo

  1. Lieber Jörg,

    Ich war gerade 1 Woche in Österreich wandern und habe oft an dich gedacht, meistens bergauf 😉.

    Meine Strecken sind natürlich mit deinen nicht vergleichbar, aber anstrengend war es mitunter auch, zumal ich in den höheren lagen immer noch mit Schnee zu kämpfen hatte.

    Deine Schmerzinfos klingen nicht gut. Ich wünsche dir, dass alles harmlos ist und so wieder geht , wie es gekommen ist und du nicht wieder abbrechen musst.

    Toi, toi, toi, halte dich tapfer und pass auf dich auf.

    Liebe Grüße

    Sylvia

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