Unpen-ji (Tempel 66)

Eigentlich müsste die Überschrift „Nochmal Motoyama“ heißen, aber so finde ich es abwechslungsreicher.

Heute sollte nun der Tag sein, an dem ich mal nichts weiter mache. Aber da fehlte ja noch der berühmte Tempel 66 auf dem Plan!

Ich bin wieder früh beizeiten los zum Bahnhof, um erst einmal nach Kan-onji zu kommen. An Ausschlafen war heute eh‘ nicht zu denken. Das Hotel liegt an einer großen Straße und der Verkehr rollte die ganze Nacht durch. Nicht nur PKWs, sondern auch richtig große LKWs. Naja und bei den dünnen Wänden und Fenstern hat man das Gefühl, die fahren einem fast über die Bettdecke!

Pünktlich losgefahren, pünktlich angekommen, die kurze Übergangszeit (20 Minuten) genutzt und einen Cache am Bahnhof gefunden und dann auch wieder auf die Minute pünktlich mit dem Bus losgefahren mit Richtung Talstation der Seilbahn zum T66.

Von der Bushaltestelle aus hatte ich noch 40 Minuten zu laufen. Dabei konnte ich nochmals die üppig blühenden Kirschbäume genießen.

Und dann ging es den Berg hinauf und in die Kälte. Dort oben waren es gerade mal 6 Grad.

Aber nicht nur deshalb schauderte es einem. Dort stehen 500 lebensgroße, steinerne Menschen!

Manche sehen schon ganz schön grauslich aus! Das alles sollen Jünger Buddhas gewesen sein. Ihr merkt schon, auch dieser Tempel ist wieder ein ganz besonderer Ort. Gut, dass ich heute Zeit habe, mir das alles in Ruhe anzuschauen. Gut auch, dass das Wetter heute so mitspielte. Wobei, wenns auch noch neblig gewesen wäre, … Das wäre wahrscheinlich gruselig schön geworden.

Auch sonst gab es noch weitere interessante Dinge zu beschauen. Dann kamen aber wieder zwei Busreisegruppen und mit der Ruhe war es vorbei.

Ich habe schnell Reißaus genommen, bin den Berg noch bis zum Gipfel hinauf und habe die Aussicht genossen. Auch diese Stadt ist riesig!

Gegen 11 Uhr habe ich den Rückweg auf die gleiche Art und Weise wieder angetreten. Einziger Unterschied: Jetzt hatte ich nicht gleich Anschluss mit der Bahn. Deshalb bin ich noch einmal zum Kan-onji-Tempel gelaufen um zu schauen, wie das alles bei etwas mehr Sonnenschein aussieht.

Auch schön! Bei richtiger Sonne wäre es Kitsch!

Dann „heim“ ins Hotel, mal mit daheim telefonieren und die nächsten Unterkünfte gebucht. Nun ist (fast) alles fertig geplant.

Mit richtig Ausruhen war wieder nichts. Meine Uhr zeigt 18.000 Schritte. Und die geht beim Schrittezählen nach!

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