Agios Georgios – Paramonas

Nach einer weiteren unruhigen Nacht war ich heute schon beizeiten munter. Ich hatte ein bisschen darauf gehofft, dass es vielleicht schon vor 8 Uhr Frühstück gäbe, aber war nicht! Erst viertel 9 wurde der Speisesaal aufgemacht. Ach, hätte ich mal lieber nicht gewartet, sondern hätte mir im Ort ein Frühstück organisiert! Das Frühstück war genauso schlecht, wie das abendliche Buffet. Vielleicht sollte man zum Essen doch lieber in die Taverne gehen?

Einen Vorteil hatte es aber. Ich war schnell fertig und konnte los. Auf den Straßen herrschte noch Totenstille. Auch im Hafen war noch nichts los.

Nach etwa einem Kilometer war die Straße zu Ende und der Sand ging los. Schönster, feinster Sand! Wunderbar zum Buddeln geeignet, aber nicht zum Laufen! Da hängt beizeiten die Zunge raus!

Und so sollte es die nächsten 6 Kilometer weiter gehen. Schönste Sanddünen! Nur leider habe ich mich in diesen mehrfach verlaufen! Rrrh! Ich dachte eigentlich, dass ich den Weg kenne, schließlich war ich ja schon mal hier! Aber nein, es sollte nicht sein! Da war es ganz hilfreich, die App vom Corfu Trail zu haben, auch wenn das GPS manchmal herumspann!

Ich habe dann doch irgendwann den Weg am Korisson-See entlang gefunden. Von da an, ging es dann wieder flott voran. In den Dünen habe ich nämlich für zwei lumpige Kilometer eine Stunde gebraucht!

Die Sonne knallte natürlich auch wieder heftig runter. Der Wasserverlust stieg ebenso kräftig. Und so musste ich einfach mal eine Strandbar entern!

Wie einem so etwas gefallen kann, ist mir unverständlich. Aber naja! Und wenn man richtig Durst hat, ist man zu so manchen fähig!

Weiter ging es auf Schotterpisten und geteerten Straßen immer weiter. Nochmal um die Mittagszeit eine kurze Einkehr in eine Taverne auf frisches Tsazsiki und Kaltgetränk. Dann wieder weiter.

Wer hätte das gedacht, dass es um diese Jahreszeit noch so herrlich blüht?!? Blöd ist nur, dass an vielen Stellen schrecklich viel Unrat herumliegt!

4 Kilometer vor Paramonas dann das Highlight des Tages.

Mitera – ein 1500 Jahre alter Olivenbaum. Stammumfang 6 Meter, 10 Meter lange Wurzeln. Und er bringt noch immer Oliven hervor!

Dann weiter die Straße entlang, wobei mir kein einziges Fahrzeug begegnete.

Kurz vor der Zielgeraden, die sich aber leider den Berg hinauf schlängelte, nochmals Einkehr!

Super Obstsalat und das beste Radler, was ich bisher auf Korfu hatte! Das hat vielleicht gezischt! Übrigens hat mich der Kellner gefragt, was ich hier so mache. Zum Wandern wäre jetzt doch noch gar keine Saison! September ist doch noch Sommer! Wandern bitte erst ab Oktober! Aber so kann sich der Mensch täuschen!

Und heute Abend werde ich es tun! Ich gehe ins Restaurant und esse Fleisch! Ich brauche Kraft! Morgen geht es wieder quer über die Insel.

Ein Kommentar zu „Agios Georgios – Paramonas

  1. Lieber Jörg, da hast du ja wieder Strapazen auf dich genommen. 🙈Trotzdem viel Spaß, schöne Erlebnisse und überfordere dich nicht.Liebe Grüße Heike–Gesendet mit der WEB.DE Mail App

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