Gränna – Ödeshög

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging ich heute morgen gegen 8 Uhr los. Erst mal hoch an die Hauptstraße und dann immer an der selbigen entlang.

Amüsant, dass Gränna nordwärts stählerne Stadttore hat.

Und weiter geht’s die Straße entlang. Nicht, dass ich keine Lust hätte, ins Gelände zu gehen. Nein, die App zeigt das als Wegstrecke an!

Das ist aber nicht weiter schlimm, denn in den nächsten zwei Stunden fahren nur 20 Fahrzeuge an mir vorbei. Es können auch 23 gewesen sein. Mehr aber auf keinen Fall! Okay, da kommen noch 2 Busse hinzu!

Das Wetter ist wieder herrlich und so kann man auch immer wieder einen Blick auf den Vättern-See werfen. Komischerweise will ich immer Mjössa-See sagen. Dabei ist der doch in Norwegen! Allerdings auch an einem Pilgerweg, den ich auch schon gegangen bin, nämlich dem Olavsweg.

Wie gesagt, ich bin der App bezüglich der Wegführung gar nicht so böse.

Glücklicherweise ist nämlich noch kein Wegeplaner auf die Idee gekommen, den Weg dort oben an der alten Schlossruine vorbei zu ziehen. Da versagt doch jedes Deo! Aber die Aussicht ist bestimmt toll von dort oben.

Als der Bergrücken dann nicht mehr ganz so hoch ist, geht’s dann doch dort hinauf. Nun ja, besonders schön war der Weg aber nicht.

Vielleicht deshalb hat man sich dann doch dazu entschlossen, den Weg wieder an die Straße zu legen.

Vielleicht war es auch wichtig, dem Wanderer zu zeigen, dass es mal wieder über eine Grenze ging. Willkommen in Östergotland!

Noch etwa zwei Kilometer Straße, dann geht’s links weg.

Hätte ich das nicht gemacht, wären mir manche Highlights des Tages entgangen.

Ist das nicht toll, womit manche Leute ihren Garten „aufhübschen“? Nun, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Außer der tollen Windmühle stehen da auch künstliche Kühe, Schafe, Katzen usw. rum. Selbst ein künstlicher Storch thront auf einem Baumstamm. Aber solch eine Ausstaffierung des Gartens ist eher eine Ausnahme!

Und dann wird der Weg fast romantisch. Wenn man mal wieder auf solchem Untergrund läuft, merkt man erst, wie gut das tut.

Auch heute, wieder wunderbar gewachsene Bäume! Und ein Wegweiser zu einem Aussichtspunkt! Das muss ich mir doch mal anschauen! Ist ja auch nur 200 Meter vom Weg weg.

Was für ein phantastischer Platz! Hier hätte ich meine Rast machen sollen und nicht 10 Minuten vorher auf irgendeiner Wiese!

Dann wieder grüner Tunnel, in dem es gut voran geht. Und plötzlich – hoppala – was hängt denn da?

Ein Geocache! Nicht, dass ich nach ihm gesucht hätte. Dazu habe ich auf der Wanderung selbst keine Zeit und keinen Nerv. An Tagesziel wird schon mal geschaut, ob sich da was findet. Aber wenn der Cache nun mal einfach so da hängt, muss man ihn doch loggen. Insider wissen, worum es geht.

Und dann stand der Verfasser des Blogs an einer Wegscheide. Rechts zurück in Richtung Straße oder links in Richtung See.

Klar was man da macht, zumal ich zeitlich auch gut unterwegs war. Nun, das sollte sich aber als der Fehler des Tages herausstellen. Jetzt weiß ich, warum der Weg in der Karte nur eine gestrichelte Linie war. Dagegen war der PCT der blanke Highway.

Okay, es gab immer mal wieder wunderschöne Aussichten auf den See. Aber manchmal gab es auch gar keinen Weg, nicht mal etwas, was auch nur einen Trampelpfad andeuten könnte! Und somit ist es auch passiert. Zweimal verlaufen! Aber, da ich wusste, dass ich mich links an der Bergkante zum See hielt, musste ich auch irgendwann wieder auf den Originalweg zurück kommen. Hat ja auch geklappt, auch wenn ich ganz schön geflucht habe!

Ja, mitunter ging es auch ganz schön steil bergab. Gut, dass ich hier nicht bei schlechtem Wetter unterwegs war!

Und da wo es 60 Meter runtergeht, geht es auch 60 Meter wieder rauf! Also Stress pur. Das ganze spielte sich auf einer Länge von etwa 7 Kilometern ab. Natürlich dann, wenn es dem Ende der Strecke und der Kraft zugeht. Von der eingebüßten Zeit will ich nicht reden.

Auf den letzten beiden Kilometern muss ich noch mal kräftig Gas geben geben, wenn ich meinen Stempel noch heute haben will (so denn die Kirche überhaupt geöffnet hat). Meist wird da um 16 Uhr abgeschlossen. 10 Minuten vor um 4 Uhr bin ich da und die Tür steht offen. Geschafft!

So, und nun noch mal 1,5 Kilometer zurück, denn dort ist mein Bett für heute Nacht. Da bin ich, ohne es zu sehen, beim Sprint ins Ortszentrum schon vorbei gespurtet

Bis zur Kirche waren es 33 Kilometer. Für heute reicht‘s!

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